Satzung

Die Familien, die auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern Eigentümer von ritterschaftlichen Gütern waren, haben in den Dorf- und Gutsanlagen, den Ausstattungen der Kirchen, den Landesklöstern und in den archivarischen Überlieferungen jene Spuren hinterlassen, die die Topografie Mecklenburg-Vorpommerns bis heute schmücken und ihr ein unverwechselbares kulturhistorisches Profil geben.

Vor diesem Hintergrund ist der Gedanke entstanden, an den engen familiären und gesellschaftlichen Zusammenhang in einer der heutigen Zeit angemessenen Weise anzuknüpfen und dazu einen Club - die "Landschaft Mecklenburg-Vorpommern" - zu gründen. Dabei ist nicht daran gedacht, irgendwelche politischen Funktionen anzustreben; vielmehr möchten die Mitglieder auf den anderen bedeutenden Wirkungsfeldern der früheren Gutsbesitzer - Kultur, Soziales, Geschichte, Denkmalspflege - mitgestaltend einwirken, so wie dies seit Jahrhunderten der Fall gewesen ist. Die Mitglieder werden sich aktiv an der geschichtlichen Darstellung ihrer Vorfahren bzw. Vorgänger beteiligen und sich in der Pflege des kulturellen Erbes betätigen, um diese Vorhaben nicht nur Berufsforschern zu überlassen. Eine vorurteilsfreie Präsentation der geschichtlichen Ereignisse könnte zudem für die heutigen Aktivitäten der Familien im Lande positive Wirkungen haben und zur allgemeinen Stärkung des Landesbewußtseins beitragen
- denn Bezüge sind das Leben.

1.0 Name und Sitz
1.1 Der Club führt den Namen
"Landschaft Mecklenburg-Vorpommern"
- nachfolgend "Landschaft" genannt -
1.2 Der Landschaft hat ihren Sitz am Wohnsitz des Vorsitzenden.
2.0 Ziel und Zweck
2.1 Ziel und Zweck der Landschaft sind:
·Beförderung des gesellschaftlichen Verkehrs und Kontaktes seiner Mitglieder und ihrer Familien,
·Mitgestaltung der Bereiche Kultur, Soziales, Geschichte und Denkmalpflege im Land Mecklenburg-Vorpommern,
·Geschichtliche Darstellung der Güter und ihrer Besitzerfamilien sowie eine vorurteilsfreie Bewertung ihrer Funktionen und Tätigkeiten.
2.2 Die Mittel der Landschaft dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
2.4 Die Mitglieder der Landschaft erhalten keine Gewinn- oder Überschussanteile und auch keine Zuwendungen aus Mitteln der Landschaft.
2.5 Soweit Teilbereiche der Aktivitäten als gemeinnützig gefördert werden könnten, soll der Vorstand zu gegebener Zeit die Satzung und Gründung eines entsprechenden Vereins vorbereiten.
3.0 Geschäftsjahr
3.1 Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
4.0 Mitgliedschaft in der Landschaft und Gäste der Landschaft
4.1 Stimmberechtigte Mitglieder sind:
(a) Der Angehörige einer Familie, die durch einen rechtsstaatswidrigen Eingriff zwischen 1933 und 1949 ihr vormals ritterschaftliches Gut im Gebiet des heutigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern verloren hat. Sein Stimmrecht setzt weiterhin voraus, dass er nach 1990 dieses oder ein anderes Gut bzw. Gutshaus in diesem Bundesland ganz oder teilweise in Besitz genommen hat. Gehört der Besitz mehreren natürlichen oder einer juristischen Person, so bestimmen die Gesellschafter jemanden aus ihrer Mitte, der die Kriterien von Satz 1 erfüllt und das Stimmrecht ausüben soll. (nachfolgend "Besitzer")
(b) Der Ehepartner des Besitzers
4.2 Nicht stimmberechtigte Mitglieder sind:
(a) Die Eltern des Besitzers
(b) Die Kinder eines stimmberechtigten Mitgliedes
nach 4.1 (a) oder 4.2 (a)
4.3 Gäste der Landschaft Personen, die den Zielen der Landschaft und seinen Mitgliedern verbunden sind, können vom Vorstand zu Festen und Veranstaltungen der Landschaft eingeladen werden.
4.4 Mitglied oder Gast kann sein, wer das sechzehnte Lebensjahr erreicht hat.
4.5 Mitglied kann nur werden, wer vom Vorstand hierzu aufgefordert wird und seinen Beitritt schriftlich erklärt und sich damit einverstanden erklärt, dass sein Mitgliedsbeitrag mittels Einzugsermächtigung erhoben wird.
4.6 Stimmberechtigte Mitglieder sind berechtigt, Personen zur Mitgliedschaft oder als Gäste der Landschaft vorzuschlagen. Der Vorschlag ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Die Entscheidung über eine Aufnahme oder Einladung liegt allein beim Vorstand. Über seine Entscheidung ist er nicht rechenschaftspflichtig.
4.7 Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes aus der Landschaft ausgeschlossen werden, sofern es gegen die Interessen der Landschaft gröblich verstoßen hat (wichtiger Grund). Die Mitteilung über den Ausschluss hat schriftlich zu erfolgen. Gegen den Ausschluss ist die schriftliche Anrufung der Mitgliederversammlung zulässig. Sie entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit über die Wirksamkeit des Vorstandsbeschlusses.
4.8 Die Mitgliedschaft endet
(a) durch Tod des Mitglieds,
(b) durch schriftliche Austrittserklärung mit Wirkung zum Ende des laufenden Geschäftsjahres,
(c) durch Ausschluss,
(d) sofern das Mitglied mit seinem Mitgliedsbeitrag länger als sechs Monate in Rückstand ist.
4.9 Ein ausgeschiedenes Mitglied hat keinen Anspruch gegen das Vermögen der Landschaft.
5.0 Beiträge und Zuwendungen
5.1 Zur Erfüllung seiner Zwecke stehen der Landschaft die Beiträge seiner Mitglieder und sonstige Zuwendungen zur Verfügung.
5.2 Der Mitgliedsbeitrag ist zu Beginn einer Mitgliedschaft und in den Folgejahren jeweils am Anfang eines Geschäftsjahres, spätestens bis zum 31. Januar eines Jahres fällig. Der Mitgliedsbeitrag wird mittels Einzugsermächtigung erhoben.
5.3 Auf Vorschlag des Vorstandes legt die Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder die Höhe des Mitgliedsbeitrages fest.
6.0 Organe
6.1 Organe der Landschaft sind
- die Mitgliederversammlung,
- der Vorstand.
7.0 Mitgliederversammlung
7.1 Die Mitgliederversammlung tritt mindestens einmal im Jahr zusammen. Sie ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig, so-fern diese Satzung nicht etwas anderes bestimmt.
7.2 Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme. Eine Übertragung des Stimmrechtes auf ein anderes Mitglied ist möglich. Pro Mitglied sind maximal drei Stimmrechtsvollmachten zugelassen.
7.3 Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorsitzenden des Vorstandes, auf Antrag eines anderen Vorstandsmitgliedes oder auf Antrag von mindestens einem Drittel der stimmberechtigten Mitglieder einberufen. Die Einberufung erfolgt mindestens vier Wochen vor dem Versammlungstermin schriftlich und unter Angabe der Tagesordnung.
7.4 Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstandes, einem anderen Vorstandsmitglied oder einem vom Vorstand vorgeschlagenen Versammlungsleiter geleitet.
7.5 Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:
- Entgegennahme von Berichten des Vorstandes,
- Feststellung der Jahresrechnung,
- Entgegennahme des Rechnungsprüfungsberichtes,
- Entlastung des Vorstandes,
- Bestellung von zwei Rechnungsprüfern,